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„Blitzlichtgewitter moralisch bedenklich“
Veröffentlicht am 19-01-10 um 16:36 Uhr

Osnabrück. Die Jungen Liberalen Osnabrück-Land kritisieren die seit Jahren zunehmende Anzahl des Osnabrücker Blitzlichtgewitters. 1,5 Millionen Euro zog die Stadt Osnabrück im vergangenen Jahr ihren Bürgern aus der Tasche.

 

„Der einkommensstarke und vermögende Geschäftsführer zahlt für eine Geschwindigkeitsübertretung die gleiche Bußgeldstrafe wie ein 18-jähriger Schüler. Das steigende Osnabrücker Blitzlichtgewitter ist moralisch sehr bedenklich“, kritisiert die Vorsitzende Cornelia Wetzlar den gerade veröffentlichten Bericht zu den gestiegenen Bußgeldeinnahmen des Fachbereiches Bürger und Ordnung.

 

Es ist nicht die vorsätzliche Raserei nach Ansicht der JuLis, die jungen Autofahrern ein schwarz/weiß Foto samt saftiger Geldstrafe nach Hause beschert, sondern das Kalkül der Ordnungsbeamten, die mobile Messgeräte, Radarfallen und Starkästen insbesondere an gewinnbringenden Straßen platzieren. Die Kreisvorsitzende bemerkt dazu: „Unfallschwerpunkte dienen schon lange nicht mehr als Maßgabe für den Standort eines Blitzers. Primär die potenzielle Anzahl an Sündern ist ausschlaggebend für den Platz an dem sich die Beamten auf die Lauer legen.“

 

Die JuLis weisen darauf hin, dass gerade Fahranfänger oft mit dem großen Verkehrsaufkommen zu kämpfen haben und im Eifer des Gefechtes schon einmal den ein oder andern km/h über der Toleranz liegen „Es ist der falsche Weg durch ein stark erhöhtes Blitzaufkommen Löcher im Haushalt stopfen zu wollen. Junge Fahrer dürfen nicht die Leittragenden verfehlter Haushaltspolitik sein“, verdeutlicht Cornelia Wetzlar ihre Meinung.

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